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Schlafgeschichten

Buchprojekt

Für sein besonderes Buchprojekt sammelte Siegmund Buschmann sieben Jahre lang Geschichten von Schlafpatienten

Neuerscheinung

Das besondere Buch „Der Schlaf – ein mystisches Rätsel?“ ist eben erschienen. Mit Beharrlichkeit und Ausdauer hat der Herausgeber Siegmund Buschmann aus Berlin sieben Jahre an diesem Buchprojekt gearbeitet. Nun wird Prof. Fietze - gewissermaßen als Ehrenpate - den Buchband aus der Taufe heben und beim festlichen Symposium zum 30jährigen Bestehen des Schlaflabors der Charité der Öffentlichkeit präsentieren.

Es geht um Lebensgeschichten von 27 Patientinnen und Patienten, die von ihren Erfahrungen mit dem Schlaf und vor allem dem Nicht-Schlafen-Können berichten. Nicht zuletzt beschreiben vier Experten, welche besondere Zeit der Schlaf sein kann.

Das Buchprojekt wurde von der Deutschen Stiftung Schlaf unterstützt. Es erscheint in der Edition Freiberg und kostet im Verkauf 8,50 €. Mit seinem Erwerb unterstützen nun Sie das große Anliegen unserer Stiftung.

Ihnen Allen gilt dafür unser herzlicher Dank!

 

Hier ein Blick ins Buch:

„ … Wie gesagt, glücklicherweise steht seit drei Jahren neben meinem Wasserbett ein Schlaf-Apnoe-Kompressor. Schnarchen war immer schon ein Problem. Meine Schwester prophezeite seit Jugendzeiten: Bei Dir kommen keine getrennten Schlafzimmer infrage, bei Dir helfen nur getrennte Etagen. Die Jahre vergingen, die Fünfzig sind überschritten, das Gewicht lässt sich mit dem eines kapitalen Keilers vergleichen und Bier oder heißer Rotweinpunsch schmecken nach der Jagd besser als Mineralwasser oder Roibuschtee. Die weise Hausärztin schickte mich ins Schlaflabor, um eventuell eine Schnarchspange zu befürworten. Dort gab es kein Entrinnen mehr. Katastrophale Werte, bis zu zwanzig Mal pro Stunde Kampf gegen den Erstickungstod. Das CPAP-Gerät stand schon bereit und bereits nach der ersten Nacht war der Erfolg spürbar …“
Hubertus von Mustermann, Sommer 2013
(Namen bleiben, wenn erwünscht, anonym)

Auch der Koordinator des Projekts gibt einen Einblick in seine persönliche Schlafgeschichte:

„….Ich musste erst, tief weggedämmert und mehr bewusstlos als eingeschlafen von der Bank fallen und hilflos wie eine Schildkröte auf dem Rücken im Flur des alten Schlaflabors der Charité zu Berlin liegen, damit mir die Bedrohlichkeit meines Zustandes richtig bewusst wurde. Dabei hatte ich ja 10 Stunden geschlafen! All die vielen Jahre lang habe ich nachts geschlafen, freilich auch oft genug am Tage, dann allerdings ohne es zu merken, gegen meinen Willen und vor allem, ohne etwas dagegen tun zu können. Wie oft hatte ich Termine regelrecht verpennt, Kollegen und sogar Freunde sitzenlassen und dafür manche Rüge eingesteckt! Wie oft hatte ich in Beratungen geschlafen, im Kino, ja, selbst im Konzert laut geschnarcht und mich dafür geschämt!

Wie oft habe ich am Steuer gerade noch im letzten Moment wieder zurück auf die Spur gelenkt und den heißen Schrecken überwunden! Dagegen – wie befreit und glücklich bin ich seit jener ersten Nacht, mit der Maske des nasalen Beatmungsgerätes auf der Nase, morgens ganz neu aufgewacht, nicht mehr zerschlagen und völlig kaputt, sondern richtig frisch und munter wie ein Fisch im Wasser, ohne jedes Medikament fit und lebendig bis zum späten Schlafengehen. Und erst meine Frau – endlich befreit von dem furchtbaren Gedröhne neben ihr und so auch sie aus gutem, tiefem Schlaf erwachend. Schlaf als Glück und Genuss – das es das wirklich gibt, wussten wir bis dahin beide nicht….“
Siegmund Buschmann, Sommer 2014

Und so hatte es begonnen: PDF Brief an den Patienten